Zeugnis-CheckZeugnis prüfen
Struktur-Signal

Was bedeutet die Vergangenheitsform im Zwischenzeugnis?

«Zwischenzeugnis in der Vergangenheitsform»

Was bedeutet das?

Ein Zwischenzeugnis beurteilt ein laufendes Arbeitsverhältnis und muss deshalb im Präsens stehen: «Sie erledigt ihre Aufgaben …», nicht «Sie erledigte …». Rutscht die Beurteilung in die Vergangenheitsform, liest sich das, als hätte der Arbeitgeber innerlich bereits abgeschlossen — die Vergangenheitsform ist die Grammatik des Abschieds. Für HR-Fachleute ist das ein bekanntes Warnsignal: Es deutet auf eine bevorstehende Trennung oder ein bereits gekipptes Verhältnis. Massgeblich sind die Beurteilungsteile (Leistung und Verhalten); dass die Einleitung Eckdaten in der Vergangenheit nennt («trat 2019 ein»), ist dagegen normal.

Wirkung auf die Note

Warnung: Das Signal betrifft weniger die Dimensionsnoten als die Botschaft des Dokuments — ein Zwischenzeugnis, das nach Schlusszeugnis klingt, alarmiert aufmerksame Leserinnen und Leser. Bei einer laufenden Bewerbung kann genau dieser Eindruck entscheidend schaden.

Was tun?

Bitten Sie um die Korrektur in die Gegenwartsform — die am leichtesten begründbare Zeugniskorrektur überhaupt: Das Arbeitsverhältnis dauert an, also ist das Präsens schlicht die korrekte Zeitform. Kein Arbeitgeber kann ernsthaft dagegen argumentieren. Prüfen Sie bei der Gelegenheit auch, ob das Zwischenzeugnis inhaltlich vollständig ist; es dient oft als Grundlage für das spätere Schlusszeugnis, und Lücken pflanzen sich fort.

Verwandte Codes

Steht diese Formulierung in Ihrem Zeugnis?

Prüfen Sie Ihr Zeugnis jetzt gratis — die Zeugnis-Ampel zeigt Ihnen sofort, wo Sie stehen.

Zeugnis jetzt prüfen